Kurz über das Projekt “Vorschule”

Unser Vorschulkurs entstand aus einer Elterninitiative im Frühling 2008 und ist seitdem sehr erfolgreich.

„Vorschule für die ganze Familie“ befasst sich mit der Vorbereitung der Vorschulkinder und ihrer Familien auf den Übergang vom Kindergarten zur Schule. Hierbei werden Besonderheiten, die die Migrationsgeschichte der Familien mit sich bringt, selbstverständlich berücksichtigt.

Liebe Eltern! Sie haben ein Kind zu Hause, das dieses Jahr eingeschult werden soll? 
Wir wollen Ihrem Kind den Übergang vom Kindergarten zum Schulleben erleichtern und spielerisch, aber ernst, auf den Lernprozess vorbereiten. Unter professioneller Leitung üben die Kinder Konzentration, Ausdauer und machen die ersten Schritte im Lesen und Schreiben, sowie in einer Klassengemeinschaft zurechtzukommen.

Es ist allgemein bekannt, dass ein guter Start in das Schulleben sehr wichtig ist und das Kind im gesamten restlichen Leben prägt. Es ist ebenfalls bekannt, dass Bildungs- und Berufserfolge der Kinder mit Migrationshintergrund zum größten Teil vom Bildungsniveau und dem Engagement der Eltern abhängen.

Viele Eltern sind aber unsicher, weil sie keine klaren Vorstellungen über das Schul- und Bildungssystem in Deutschland (BaWü) und auch eine andere Lebenserfahrung und einen anderen kulturellen Hintergrund haben.

Kinderkurs (2×45 Minuten in der Woche) 
Für die Kinder stehen folgende Schwerpunkte im Vordergrund:
– Erste Begegnungen mit Buchstaben und Zahlen,
– Heraushören einzelner Laute,
– Verstehen von Mengenangaben,
– gemeinsames Vorlesen/Verständniskontrolle,
– Wortschatzerweiterung,
– (Nach-)Erzählen/Geschichten gemeinsam ausdenken,
– Gedichte auswendig lernen und
– soziale Kompetenz entwickeln.
Die Kinder bekommen Hausaufgaben und machen diese in der Regel gerne. Zu Weihnachten gibt es unsere Weihnachtsbäckerei und zur Abschlussstunde im Juli eine kleine Vorstellung für die Eltern mit einem gemeinsamen Vespern und kleinen Abschiedsgeschenken.

Das Elternseminar soll die aktive pädagogische Rolle der Eltern unterstützen.
Dabei sprechen wir über folgende Themen:
– Welche Voraussetzung muss das Kind erfüllen, um für die Schule bereit zu sein?
– Wie stellt man als Eltern einen Kontakt zum Lehrer her?
– Wie meldet man das Kind an der Schule an?
– Wie oft muss ein Elternteil die Schule besuchen?
– Wie hilft man dem werdenden Erstklässler, sich in einer Gruppe zu behaupten und sich gegen mögliche Aggressivität von Mitschülern zu schützen?
– Wie kann man ein Kind erziehen, ohne seine Persönlichkeit zu unterdrücken?
– Soll das Kind schon vor der Schule lesen und schreiben lernen?
– Ist die Zweisprachigkeit des Kindes ein Vorteil oder ein Hindernis?
– Wachstums- und entwicklungsbezogene Probleme im Alter.
Arbeitsmethoden: Runder Tisch, Psychologisches Training, Rollenspiele für Lösungsfindung in pädagogischen Situationen, Austausch über Erfahrungen der Familienerziehung, Aufgaben für die Arbeit zu Hause.