Selbst?Bestimmt!

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Empowerment-Arbeit für Mädchen* und junge Frauen*
mit Fluchterfahrung in Reutlingen:
Bewusstseinsentwicklung – Beratung – Empowerment

 

 

Liebe Mädchen und junge Frauen mit Fluchterfahrung,
das Projekt Selbst?Bestimmt! wurde für Euch entwickelt und bietet Euch Empowerment-Workshops und Beratung.

Empowerment-Workshop:
Wir treffen uns als Gruppe regelmäßig und sprechen miteinander.

Über was?
Zum Beispiel über eigene Identität, Rollenbilder, Selbstwertgefühl, Schule, Studium, Beruf, Freizeit und vieles mehr.
Ihr könnt auch Gesprächsthemen vorschlagen. Wir sprechen über alles, was Euch bewegt und beschäftigt, was Euch glücklich, traurig oder neugierig macht.

Wo?
In den Räumen von dialog e.V. Ringelbachstrasse 195/100, 72672 Reutlingen
Bei Bedarf mit Kinderbetreuung
Wann?
Am Wochenende, Termine bitte anfragen.

Beratung
Ich biete Euch auch Einzelberatungen an.
Dazu benötigt Ihr einen Termin. Ihr könnt diesen per Telefon oder auch per E-Mail vereinbaren. In der Beratung könnt ihr eure persönlichen Themen wählen, diese besprechen wir dann. Bei Bedarf mit Dolmetscher. Es ist auch telefonische Beratung möglich. So kann ich Euch trotz der Corona Pandemie helfen.

Für die von Euch, die mehr über Empowerment wissen wollen:
Was bedeutet eigentlich Empowerment?
Der Begriff Empowerment ist in seiner geschichtlichen Entwicklung in den 1960er Jahren in den USA auf unterschiedliche politische Bewegungen zurückzuführen. Es gab drei wesentliche Gruppierungen:

  • die Schwarze Bürgerrechtsbewegung
  • die feministische Frauenrechtsbewegung
  • die Selbsthilfebewegung.

Empowerment ist eine Widerstandsform gegen Rassismus.
Das wichtigste dabei:

  • über Rassismuserfahrungen sprechen mit Menschen, die auch von Rassismus betroffen sind
  • Solidarität zeigen (Zusammenhalt)
  • politische Unterstützung und Emanzipation (Kampf um Unabhängigkeit) anfordern
  • gemeinsam Handlungsmöglichkeiten überlegen und für den Alltag erarbeiten

Für Euch als Teilnehmerinnen der Empowerment – Workshops bedeutet das:

  • respektiert zu werden
  • Wertschätzung eigener Identität zu erfahren
  • eigene Stärken und Ressourcen bewusst zu werden
  • ein starkes Selbstwertgefühl aufzubauen
  • Informationen über Rassismus zu erfahren
  • über Rassismuserfahrungen zu sprechen
  • eigene Handlungsmöglichkeiten zu erarbeiten
  • eine Community aufzubauen
  • Solidarität zu erleben
  • Zeit und Vertrauen für Empowermentprozesse zu finden.

Das alles ist nur in „Safer Spaces“ möglich: In den Räumen und Strukturen, die nur für Menschen mit Rassismus-Erfahrungen – in unserem Projekt nur für geflüchtete Mädchen und junge Frauen – organisiert sind.