Unterrichtsordnung im Projekt „Bildung und mehr“ 

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Unterrichtsordnung 
Projekt „Bildung und mehr“  im Integrations- und Bildungszentrum dialog e.V.

  • 1 Name und Aufgabe
    Projekt „Bildung und mehr!“  ist ein offenes Bildungsangebot des Integrations- und Bildungszentrum dialog e.V. für Kinder, Jugendliche und Erwachsene, unabhängig von deren Migrationsgeschichte, Konfessionen oder sozialen Status.
    Als Aufgaben dieses Projekts sehen wir: 
    1. Verbesserung der Bildungserfolge und damit verbundenen Lebenschancen der Kinder und Jugendlichen;
    2. Förderung der Persönlichkeitsentwicklung als Weg zum selbstbestimmten Leben;
    3. Schaffen der Begegnungsmöglichkeiten vieler Kulturen zum Wohle der nächsten Generationen.
  • 2 Struktur des Unterrichts
    Das Unterrichtsjahr ist in zwei Semester (Oktober bis Februar und März bis September) aufgeteilt.
    Die Ferien- und Feiertagsordnung der öffentlichen allgemeinbildenden Schulen gelten nicht automatisch für den Unterricht. Für jedes Unterrichtssemester wird ein Unterrichtskalender zusammengestellt. Dieser Kalender ist ein verbindlicher Teil des Unterrichtsvertrags.
    Bildungsangebote sind in drei Bereiche unterteilt:
    „Bildung für alle“– Bildungsangebote  für alle, die Unterstützung und mehr Sicherheit für die Schule brauchen.  Diese Kurse sollen den Kindern helfen den Schulstoff noch mal zu wiederholen und zu vertiefen, sich sicherer im Unterricht zu fühlen und die Schulnoten zu verbessern.
    „Russische Schule“ – für Kinder und Jugendliche, die Sprache und Kultur ihrer Eltern und Großeltern besser kennenlernen wollen und auch für alle, die sich für das Erlernen der russischen Sprache interessieren.
    „Kunst und Sport“  – für alle, die schon immer tanzen, malen oder singen lernen wollten. Hier können alle ihre Talente ausprobieren.
    Weitere Bereiche können bei Bedarf eingerichtet werden. Einzelne Projekte vervollständigen das Programm.
  • 3 Teilnehmer und Teilnehmerinnen 
    Als UnterrichtsteilnehmerInnen werden Jugendliche, Erwachsene und Kinder ab dem vollendeten 2. Lebensjahr angenommen. 
    Die Bildungsangebote werden ja nach Alter in folgende Gruppen unterteilt:
    a) Kleinkinder: Kinder im Alter von 2 bis 4 Jahren;
    b) Vorschule: Kinder im Alter von 4 bis 6 Jahren;
    c) Grundschule: Kinder im Alter von 6 bis 10 Jahren (1.-4. Klassen);
    d) Schule: Kinder im Alter von 11 bis 14 Jahren (5.-8. Klassen);
    e) Jugendliche: im Alter von 14 bis 18 Jahren (ab 9. Klasse);
    f)  Erwachsene: ab 18 Jahre.
  • 4 Projektleitung und Lehrkräfte
    Die Projektleitung setzt sich zusammen aus drei BereichsleiterInnen: „Bildung für alle“, „Kunst und Sport“ und „Russische Schule“ und einem von dem Vorstand beauftragten Vorstandmitglied. 
    Die Projektleitung ist zuständig für den Unterrichtsbetrieb im pädagogischen, organisatorischen und den TeilnehmerInnen gegenüber im disziplinären Bereich. Sie ist gegenüber den Lehrkräften und dem Verwaltungspersonal des Projekts in Rahmen ihrer Zuständigkeit weisungsbefugt.
    Die unterrichtenden Lehrkräfte sind freie Mitarbeiter des Vereins. Für sie gilt der aktuelle Übungsleitervertrag.
  • 5 Aufnahme, Anmeldung
    Die Anmeldung zur Teilnahme am Unterricht kann in der Regel nur zum Beginn eines Unterrichtssemesters erfolgen. Sie ist mit den entsprechenden Vordrucken für jedes Unterrichtssemester neu schriftlich im Integrations- und Bildungszentrum dialog e.V. vorzunehmen. 
    Anmeldungen und Aufnahme zum Unterricht sind auch während des laufenden Unterrichtssemesters möglich, sofern Unterrichtsplätze im Projekt „Bildung und mehr“ zur Verfügung stehen.
    Ein Rechtsanspruch auf Aufnahme besteht nicht.
    Bei Minderjährigen ist die schriftliche Zustimmung der gesetzlichen Vertreter notwendig.
  • 6 Abmeldung / Beendigung des Unterrichts
    Der Unterricht endet mit dem Ende des Unterrichtssemesters, ohne dass es einer Abmeldung bedarf.
    Abmeldungen während des Unterrichtssemesters müssen, ohne dass Kosten entstehen, spätestens vor der 3. Unterrichtswoche schriftlich dem Integrations- und Bildungszentrum dialog e.V. mitgeteilt werden. Maßgeblich für die fristgerechte Abmeldung ist das Vermerkdatum auf dem Anmeldeformular. Das Fernbleiben vom Unterricht oder die Abmeldung bei der Kursleiterin/dem Kursleiter gelten nicht als Abmeldung.
    Nach der 3. Unterrichtswoche ist eine Abmeldung für den Rest des Unterrichtssemesters grundsätzlich ausgeschlossen. Auch wenn der Unterricht nicht mehr besucht wird, muss das Unterrichtsentgelt voll bezahlt werden.
    In begründeten Ausnahmefällen z.B. bei Wegzug, längerer Erkrankung usw., oder wenn die Leitung des Projekts „Bildung und Mehr“ die vorzeitige Beendigung des Unterrichts aus wichtigen pädagogischen Gründen befürwortet, wird auf das Unterrichtsentgelt verzichtet.
  • 7 Unterricht
    Der Unterricht wird in Unterrichtsräumen in der Ringelbachstr. 195 erteilt. Die Projektverwaltung wird sich bemühen, den Wünschen der Teilnehmer und Teilnehmerinnen Rechnung zu tragen. Ein Rechtsanspruch auf Erteilung des Unterrichts in einer bestimmten Unterrichtsform und an einem bestimmten Unterrichtsort oder durch eine bestimmte Lehrkraft besteht nicht.
    Die volle Unterrichtseinheit dauert 45 Minuten. Kürzere oder längere Unterrichtseinheiten können bei Bedarf eingeführt werden.
    Im Interesse eines kontinuierlichen Unterrichtsablaufes sind die TeilnehmerInnen verpflichtet, regelmäßig und pünktlich am Unterricht teilzunehmen. Versäumnisse entschuldigen die Erziehungsberechtigten bei der Lehrkraft.
    Durch Verschulden der TeilnehmerInnen ausgefallener Unterricht wird nicht nachgeholt. Versäumt ein Teilnehmer oder eine Teilnehmerin den Unterricht, so besteht kein Anspruch auf die versäumte Unterrichtsstunde. Ausnahmen können von den Lehrkräften mit den TeilnehmerInnen getroffen werden. 
    Bei Verhinderung der Lehrkraft (z.B. durch Krankheit) wird grundsätzlich versucht, den Unterricht durch eine Vertretungslehrkraft zu gewährleisten. Besteht zu einer Vertretung keine Möglichkeit, muss der Unterricht ausfallen. Ausgefallener Unterricht, der von der Lehrkraft zu vertreten ist, wird nach Möglichkeit nachgeholt.
  • 8 Ausschluss
    TeilnehmerInnen, die den Unterricht nachhaltig stören, Ausstattungsgegenstände oder Geräte mutwillig beschädigen, können durch die Lehrkraft verwarnt werden. Die Lehrkraft ist berechtigt, den Ausschluss vom Unterricht durch die Leitung der Einrichtung anzudrohen.
    Die Androhung des Ausschlusses und der Ausschluss werden den Erziehungsberechtigten schriftlich von der Leitung des Projekts „Bildung und mehr“ mitgeteilt. Das Unterrichtsentgelt ist bis zum Ende des Unterrichtssemester zu zahlen.
  • 9 Gesundheitsbestimmung
    Beim Auftreten ansteckender Krankheiten sind die allgemeinen Gesundheitsbestimmungen für Schulen (insbesondere Bundesseuchengesetz, Gesetz zur Verhütung und Bekämpfung übertragbarer Krankheiten) anzuwenden.
  • 10 Aufsicht
    Eine Aufsicht über die UnterrichtsteilnehmerInnen üben die Lehrkräfte nur während des Unterrichts aus.
    Eltern sind verpflichtet mit ihren Kindern ein Gespräch über das Verhalten in den Pausen und über das Abholen/Nachhause gehen nach dem Unterrichtsende zu führen.
  • 11 Versicherung, Haftung
    Eine Haftung des Vereins für Personen-, Sach- und Vermögensschäden jeglicher Art, die bei Teilnahme am Unterricht oder an sonstigen Veranstaltungen der Einrichtung eingetreten sind, wird ausgeschlossen, es sei denn, der Schaden ist auf Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit der Projekteitung oder der Lehrkräfte zurückzuführen.
  • 12 Unterrichtsgebühren
    Für die Teilnahme am Unterricht wird eine Gebühr erhoben. 
    Diese ist in einer besonderen Gebührenordnung (Anlage zur Unterrichtsordnung) geregelt. Sie ist Bestandteil der Unterrichtsordnung.
    Zur Zahlung der Gebühren sind verpflichtet:
    a) bei minderjährigen TeilnehmerInnen die gesetzlichen Vertreter,
    b) bei Volljährigen – die TeilnehmerInnen selbst.
    Zahlungspflicht beginnt mit der Anmeldung zum Unterricht.
    Werden die Gebühren nicht rechtzeitig entrichtet, besteht kein Anspruch auf Erteilung des Unterrichts. 
    Bei vorzeitiger Beendigung des Unterrichts (Austritt, Beurlaubung oder Unterrichtsversäumnis) bleibt die Verpflichtung zur Zahlung der Gebühren für ein volles Semester bestehen. Liegen für das Unterrichtsversäumnis Gründe vor, die die TeilnehmerInnen nicht zu vertreten haben (Erkrankung, Wegzug der Eltern u. a.), können die Gebühren auf Antrag anteilmäßig erstattet werden.
  • 14 Ausnahmen
    In begründeten Härtefällen kann die Projektleitung Ausnahmen von Regelungen in der Unterrichtsordnung zulassen, wenn dies im Interesse eines geordneten Unterrichtsbetriebs erforderlich ist.
  • 15 Rechtsverhältnisse
    Mit der Anmeldung zum Projekt „Bildung und mehr“ werden die Unterrichtsordnung und die Gebührenordnung für die Erziehungsberechtigten verbindlich.
  • 16 In-Kraft-Treten
    Diese Unterrichtsordnung tritt mit sofortiger Wirkung in Kraft.